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GGS Sternenschule (Masurenstraße) |
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P. Jansen Im Schuljahr 2004/2005 hat unser Kollegium
eine Fortbildung zum Thema Rechenschwäche erkennen, vermeiden
und überwinden durchgeführt. Die Inhalte dieser Fortbildung
werden nun im Förderunterricht umgesetzt. In den Klassen
2 und 3 stehen dafür eine bis zwei Wochenstunden zusätzlich
zur Verfügung, die wir aus dem Sozialindex nehmen. Einen
Blick auf das Konzept des Basiskurses Mathematik liefert die
folgende Zusammenfassung: Die Test- und Übungsmaterialien sind für den Einsatz in Kleinfördergruppen der Klassen 2 und 3 konzipiert, aber überall da einsetzbar, wo es um den Aufbau mathematischer Verständnisgrundlagen geht. Der Lehrgang ermöglicht ein sehr spezifisches Eingehen auf die individuelle Lernausgangslage und den Einsatz auch für ältere Kinder, Jugendliche oder rechenschwache Erwachsene. Er kann in der Lerntherapie, in Förderschulen oder als Grundlage einer qualifizierten Nachhilfe eingesetzt werden. Auch die Verwendung als Differenzierungsmaterial im Klassenunterricht bietet sich an. Der Lehrgang dient auch der Fortbildung der Lehrkräfte. Sie sollen die Materialien erproben, Erfahrungen mit individualisierter Unterrichtsorganisation sammeln und durch die Begegnung mit den tatsächlichen Strategien der leistungsschwachen Kinder auf die Stolpersteine mathematischen Lernens aufmerksam werden. So wird ein positiver Effekt für die Qualitätsverbesserung des regulären Mathematikunterrichts im Klassenverband erzielt. Die Beschreibung eines Leistungsprofils der jeweiligen Klasse unterstützt diesen Effekt. Übungen zum aktuellen Unterrichtsstoff
sind ausdrücklich nicht Inhalt des BASISKURSES. Solange
ein Kind Verständnisprobleme mit den Grundlagen der Mathematik
hat, machen solche Nachhilfeübungen keinen Sinn. Das Kind
könnte die Aufgaben allenfalls schematisch lösen, wodurch
Fehlkonzepte vermutlich eher verstärkt als beseitigt würden.
Einzig sinnvoll ist, an dem Punkt anzusetzen, an dem die grundlegenden
Verständnisschwierigkeiten jedes einzelnen Kindes beginnen. Zu jeder Einheit liegen Arbeitskarten in ansteigendem Schwierigkeitsgrad vor. Diese können mit Boardmarker beschrieben und trocken wieder gereinigt werden. Dadurch fallen keinerlei Kopierkosten an und die Unterrichtsvorbereitung wird erleichtert. Aufgedruckte Lösungen werden mit
einem Abdeckwinkel verdeckt und nach und nach freigegeben. Es ist nicht sinnvoll, Kindern zu früh
schriftlich zu lösende Aufgaben zu geben, weil sie dann
möglicherweise die gewohnten Strategien (wie das zählende
Rechnen) einüben. Das würde mehr schaden als nutzen.
Aus diesem Grund werden die Karten von der Lehrkraft zugeteilt
und stehen nicht wie bei der Freiarbeit dem Kind zur Auswahl
zur Verfügung. Zugleich werden die Testergebnisse zur Evaluation des Mathematikunterrichts der Klasse genutzt; denn die Förderung in Kleingruppen soll nicht als Reparaturdienst für einen sonst unverändert gleichschrittigen Klassenunterricht verstanden werden. Ganz im Gegenteil ist der Lehrgang so angelegt, dass die Lehrkraft die methodischen Erfahrungen aus der Fördergruppe in den Klassenunterricht übernimmt. Wohl jeder Fehler, der in der Mathematik gemacht werden kann, wird in irgendeinem Ratgeber als Symptom der Rechenschwäche genannt. Durch einen Vergleich der Förderkinder mit den übrigen Kindern konnten Unterscheidungsmerkmale empirisch untersucht werden. Als Ergebnis ließen sich Merkmale der als förderdürftig ausgewählten Kinder beschreiben und systematisieren. So konnte das Förderprogramm gezielt auf die Elemente abgestimmt werden, auf die es auch ankommt. Die Einschätzung von Kindern auf der Grundlage von "Symptomen" steht zudem in der Gefahr der Fehleinschätzung, wenn nicht bekannt ist, welcher Anteil der Gleichaltrigen die jeweilige Aufgabe zu lösen imstande ist. Durch die breite Erprobung mit über 2100 Probanden stehen nun solide Vergleichswerte zur Verfügung. |
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